Störungsbild · ICD-10 F60.31

Borderline-Störung –
DBT & Therapie in der Schweiz

Intensive Gefühle, die sich nicht regulieren lassen, instabile Beziehungen, innere Leere – Borderline ist kein Charakterfehler, sondern eine Störung der Emotionsregulation. Bei PsyCare arbeiten DBT-geschulte Therapeut:innen, die Sie wirklich verstehen.

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Therapiesitzung bei Borderline-Störung
Sektion 1 · Was steckt dahinter?

Borderline Persönlichkeitsstörung: Was steckt dahinter?

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS, ICD-10: F60.31) ist eine der am stärksten missverstandenen psychischen Erkrankungen. Sie ist nicht «manipulativ» oder «dramatisch» – sie ist die Folge einer Störung in der Emotionsregulation, die meist ihre Wurzeln in frühen belastenden Beziehungserfahrungen hat.

Betroffene erleben Gefühle intensiver, schneller und länger als andere. Was für andere eine vorübergehende Enttäuschung ist, kann sich für eine Person mit BPS wie ein emotionaler Zusammenbruch anfühlen. Diese neurobiologische Besonderheit – kombiniert mit einer oft traumatischen Vorgeschichte – erklärt die zentralen Merkmale der Störung.

BPS betrifft schätzungsweise 1–2 % der Bevölkerung und tritt bei Frauen und Männern ähnlich häufig auf, wird bei Männern aber deutlich seltener diagnostiziert. Die Erkrankung ist komplex – und mit der richtigen Therapie gut behandelbar.

BPS und Trauma hängen eng zusammen: Traumatische Erlebnisse, insbesondere in der Kindheit, erhöhen das BPS-Risiko erheblich. Eine traumainformierte Therapie ist deshalb zentral.

Sektion 2 · Erkennen Sie sich wieder?

Borderline Symptome und Diagnosekriterien

BPS zeigt sich auf verschiedene Arten – nicht jede Borderline-Störung sieht gleich aus.

Diagnose

Kernmerkmale

  • Intensive Angst vor dem Verlassenwerden
  • Instabile intensive Beziehungen (Idealisierung & Entwertung)
  • Gestörte Identität
  • Extreme Stimmungsschwankungen
  • Chronische innere Leere

Nicht alle 9 Kriterien müssen erfüllt sein – BPS wird diagnostiziert, wenn mindestens 5 zutreffen.

Krisen

Impulsivität & Krisen

  • Impulsivität in selbstschädigenden Bereichen (Ausgaben, Sex, Substanzen)
  • Suizidgedanken oder Selbstverletzung
  • Inadäquate intensive Wut
  • Dissoziative Zustände bei Stress

Selbstverletzung ist oft ein Versuch, unerträgliche emotionale Anspannung zu regulieren – kein Suizidversuch, aber ein dringendes Zeichen, dass Hilfe nötig ist.

Erscheinungsformen

«Stiller» und «lauter» Typ

  • Der «laute» Typ: nach aussen sichtbare Krisen, impulsives Verhalten
  • Der «stille» Typ (Quiet BPS): Schmerzen werden nach innen gerichtet
  • Nach aussen funktioniert die Person – und wird deshalb oft spät erkannt

Quiet BPS wird besonders häufig übersehen, da Betroffene nach aussen oft kompetent wirken und ihre innere Not verbergen.

BPS ist behandelbar – mit der richtigen Therapie können Betroffene ein erfülltes, stabiles Leben führen.

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Sektion 3 · Wie entsteht BPS?

Ursachen der Borderline Störung

BPS entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren – keiner davon ist ein persönliches Versagen.

Emotionale Sensitivität

Eine genetisch bedingte erhöhte emotionale Sensitivität – ein Nervensystem, das von Natur aus intensiver reagiert. Diese Biologie ist kein Fehler, sondern eine Eigenschaft.

Invalidierende Umgebung

Das klassische Modell nach Linehan: Ein Umfeld, in dem Gefühle als übertrieben oder unangemessen bewertet wurden. Das Kind lernt: «Meine Gefühle sind falsch.»

Traumatische Erlebnisse

Missbrauch, Vernachlässigung oder instabile Bindungen in der Kindheit erhöhen das BPS-Risiko erheblich. BPS ist tief im Körper und in der Bindungsgeschichte verankert.

Neurobiologie

Überaktive Amygdala, verminderte Aktivität des präfrontalen Kortex: Das Gehirn bei BPS reagiert intensiver und reguliert sich schwerer. Therapie verändert diese Muster messbar.

Kein Versagen – eine Erklärung

BPS entsteht nicht durch Schwäche oder Willensmangel – sondern durch die Kombination aus einem sensiblen Nervensystem und einer Umgebung, die keine gesunden Regulationsstrategien vermittelt hat.

Sektion 4 · Der Weg aus der Krise

DBT Therapie bei Borderline – so hilft PsyCare

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist der evidenzbasierte Goldstandard bei BPS. Sie vermittelt konkrete Fertigkeiten in vier Modulen – und verändert nachhaltig, wie Betroffene mit sich selbst und anderen umgehen.

1

Achtsamkeit – beobachten ohne urteilen

Der erste DBT-Baustein: Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen wahrnehmen, ohne sie sofort zu bewerten oder darauf zu reagieren. Abstand zur Emotion.

2

Stresstoleranz – Krisen überleben

Krisen-Überlebensfertigkeiten: Wie komme ich durch einen emotionalen Sturm, ohne impulsiv zu handeln oder mich zu schaden? Konkrete Notfall-Techniken.

3

Emotionsregulation – Gefühle verstehen

Gefühle benennen, ihre Funktion verstehen, ihre Intensität beeinflussen. Positive Aktivitäten aufbauen, Anfälligkeit für Gefühlsausbrüche reduzieren.

4

Interpersonelle Effektivität – Beziehungen gestalten

Beziehungen so führen, dass eigene Bedürfnisse kommuniziert werden, Grenzen gesetzt werden und die Beziehung trotzdem erhalten bleibt.

DBT-Therapeutin bei PsyCare

Warum PsyCare?

DBT-geschulte Therapeut:innen für BPS

Aufbau einer stabilen, vertrauensvollen therapeutischen Beziehung als erste Priorität

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PsyCare ist eine Schweizer Online-Psychotherapie-Plattform. Bei uns arbeiten lizenzierte Psychotherapeut:innen, die Videositzungen auf Deutsch durchführen – schweizweit, ohne Wartezimmer und ohne lange Wartezeiten. Sie zahlen CHF 180 pro Sitzung oder rechnen über Ihre Zusatzversicherung ab.

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