Störungsbild · ICD-10 F50

Essstörungen –
Therapie in der Schweiz

Essstörungen entstehen nicht durch Eitelkeit oder mangelnde Disziplin. Sie sind eine ernsthafte psychische Erkrankung – und sie ist behandelbar. Bei PsyCare arbeiten Therapeut:innen, die das verstehen und Ihnen helfen, einen gesunden Umgang mit Körper und Essen wiederzufinden.

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Therapiesitzung bei Essstörung
Sektion 1 · Was steckt dahinter?

Essstörungen: Anorexie, Bulimie und Binge Eating

Essstörungen (ICD-10: F50) sind komplexe psychische Erkrankungen, die das Verhältnis zum Essen, zum Körper und zu sich selbst tiefgreifend stören. Sie entstehen nicht durch Eitelkeit oder mangelnde Disziplin – sie sind oft die einzige Bewältigungsstrategie, die Betroffene für unerträgliche emotionale Zustände entwickelt haben.

Die häufigsten Formen: Anorexia nervosa (F50.0) – extremes Untergewicht durch Nahrungsrestriktion und intensive Körperbildstörung; Bulimia nervosa (F50.2) – Kreislauf aus Essattacken und Kompensation (Erbrechen, exzessiver Sport); Binge-Eating-Störung – unkontrollierte Essanfälle ohne Kompensation, verbunden mit intensiver Scham.

Essstörungen haben unter allen psychischen Erkrankungen eine der höchsten Mortalitätsraten. Gleichzeitig sind sie gut behandelbar, wenn die Behandlung rechtzeitig beginnt und multimodal aufgestellt ist. Ein Rückfall nach Jahren ist kein Versagen – es ist ein Zeichen, dass die zugrundeliegenden Muster noch therapeutische Aufmerksamkeit brauchen.

Essstörungen entstehen nicht über Nacht – und heilen auch nicht über Nacht. Eine geduldige, spezialisierte Begleitung ist der einzige Weg zu dauerhafter Veränderung.

Sektion 2 · Wie entsteht eine Essstörung?

Essstörung Ursachen: Risikofaktoren und Auslöser

Essstörungen entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren – keiner davon ist ein persönliches Versagen.

Gesellschaft

Gesellschaft & Medien

  • Social Media und Influencer-Kultur mit unrealistischen Körperidealen
  • Leistungssport (Turnen, Kampfsport, Tanz) mit Gewichtsdruck
  • Gesellschaftliche Schlankheitsnormen

Social Media erhöht das Risiko für Körperunzufriedenheit messbar – besonders bei Jugendlichen und jungen Frauen.

Psychologie

Psychologische Grundlagen

  • Perfektionismus und hohes Kontrollbedürfnis
  • Emotionale Dysregulation
  • Traumatische Erlebnisse
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Schwierigkeit eigene Bedürfnisse wahrzunehmen

Der Körper wird zum einzigen Bereich, in dem Kontrolle möglich erscheint – oder umgekehrt: zum Ort, an dem Kontrolle vollständig verloren geht.

Familie

Familiäre Faktoren & Rückfälle

  • Mutter-Tochter-Beziehungen mit Leistungsdruck
  • Kontrollorientierter Erziehungsstil
  • Corona-bedingte Isolation und Strukturverlust
  • Rückfälle nach Jahren sind häufig und kein Versagen

Erneut Hilfe zu suchen ist keine Niederlage – es ist Stärke. Die Therapie muss die zugrundeliegenden Muster neu adressieren.

Essstörungen brauchen spezialisierte Unterstützung. Vereinbaren Sie jetzt Ihr erstes Gespräch – vertraulich und ohne Scham.

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Sektion 3 · Was Essstörungen anrichten

Körperliche Folgen von Essstörungen

Essstörungen hinterlassen tiefe Spuren – körperlich und seelisch. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Prognose.

Folgen der Anorexie

Knochenabbau, Hormonausfall (Ausbleiben der Periode), Herzrhythmusstörungen, Elektrolytstörungen, im schlimmsten Fall Organversagen. Frühzeitige Behandlung rettet Leben.

Folgen der Bulimie

Schäden an Speiseröhre und Zähnen (durch Magensäure), gestörter Elektrolythaushalt, Herzrhythmusstörungen, Erschöpfung und Schamgefühle.

Folgen des Binge-Eating

Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und metabolisches Syndrom, starke Gewichtsschwankungen, intensive Scham und sozialer Rückzug.

Der emotionale Teufelskreis

Essen als Bewältigungsstrategie: Anspannung → Essanfall → Scham → Anspannung. Dieser Kreislauf lässt sich ohne therapeutische Unterstützung kaum durchbrechen.

Kein Ausdruck mangelnder Willenskraft

Essstörungen sind kein Ausdruck mangelnder Willenskraft. Sie sind Ausdruck eines tiefen emotionalen Ungleichgewichts – und genau dort setzt wirksame Therapie an.

Sektion 4 · Der Weg zu einem gesunden Körperbild

Essstörung Therapie in der Schweiz – bei PsyCare

Wirksame Essstörungstherapie adressiert nicht nur das Essverhalten – sie arbeitet an den emotionalen Mustern, dem Körperbild und den sozialen Zusammenhängen, die die Störung aufrechterhalten.

1

KVT – dysfunktionale Gedanken verändern

Kognitive Verhaltenstherapie adressiert dysfunktionale Überzeugungen über Körper, Essen und Selbstwert. «Ich bin meinen Körper wert» ist erlernbar.

2

DBT & Emotionsregulation

Dialektisch-behaviorale Therapie hilft, die emotionalen Grundlagen hinter dem Essverhalten zu behandeln. Umgang mit Anspannung ohne Rückgriff auf die Störung.

3

Körperbild-Arbeit

Gezieltes Arbeiten am verzerrten Körperbild: Was nehme ich wahr? Was ist real? Wie fühle ich mich in meinem Körper – unabhängig von seinem Aussehen?

4

Familientherapie & Rückfallprävention

Besonders bei Jugendlichen ist Familientherapie essenziell. Rückfallprävention sichert die erarbeiteten Fortschritte und bereitet auf kritische Situationen vor.

Therapeutin bei PsyCare für Essstörungstherapie

Warum PsyCare?

Therapeut:innen mit integrativem Blickwinkel auf Essstörungen

Gespür für Scham und die verborgene Funktion hinter dem Essverhalten

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PsyCare ist eine Schweizer Online-Psychotherapie-Plattform. Bei uns arbeiten lizenzierte Psychotherapeut:innen, die Videositzungen auf Deutsch durchführen – schweizweit, ohne Wartezimmer und ohne lange Wartezeiten. Sie zahlen CHF 180 pro Sitzung oder rechnen über Ihre Zusatzversicherung ab.

Unser Angebot richtet sich an Menschen mit Angststörungen, Burnout, Depressionen, Schlafproblemen und weiteren psychischen Belastungen – sowie an alle, die einfach einen guten Gesprächspartner suchen.

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